Photovoltaik global: Wo erfolgt die Wertschöpfung?

Man hört und liest es immer wieder: Mit der EEG-Umlage, so mäkeln Kritiker der Photovoltaik-Förderung, würden in erster Linie chinesische Unternehmen unterstützt. Schließlich spiele China in der Photovoltaik inzwischen die entscheidende Rolle und verdränge nach und nach deutsche Hersteller vom Platz.

Das stimmt nur teilweise: Tatsächlich ist China ein wichtiger Player bei der Modulherstellung und bietet seine Solarmodule auch auf dem deutschen beziehungsweise europäischen Markt an. Wie es in unserer globalisierten Wirtschaftswelt selbstverständlich ist, gilt das auch für zahlreiche andere Produkte aus dem fernen Osten.

Dass die EEG-Umlage also aus diesem Grund in Frage gestellt wird, ist zu kurzgedacht: . Was viele nicht wissen: Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung der Photovoltaik erfolgt nach wie vor in der Bundesrepublik. Dazu tragen viele Akteure bei, angefangen von diversen Anlagenbauern, die inzwischen jede zweite Solarfabrik weltweit ausrüsten, bis hin zu den Handwerks- und Installationsbetrieben, die Jahr für Jahr tausende Anlagen errichten. So wird wohl kaum ein Kritiker der Förderung schon einmal chinesische Montagetrupps auf den heimischen Dächern gesehen haben.

Zudem zeigen verschiedene Studien, wie sie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) zusammengefasst hat, dass die Solarenergie viele Chancen für die deutsche Wirtschaft schafft. Bis 2030 wird für Deutschland ein volkswirtschaftliches Plus von über 50 Milliarden Euro nur durch den weiteren Ausbau der PV erwartet. Allein in der Solartechnik wurden hierzulande rund 150.000 Arbeitsplätze geschaffen – das steigert die Kaufkraft und hilft dem Binnenkonsum. Und auch in Zukunft wird die Solarbranche weiter investieren: In den kommenden Jahren will die Industrie mehr als 5 Milliarden Euro am Standort Deutschland investieren.

 

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