Förderprogramme für Speicher in Deutschland – eine Übersicht

Jede zweite neue Photovoltaikanlage wird inzwischen zusammen mit einem Batteriespeicher installiert, denn diese Variante ist für die Speicherbetreiber derzeit die wirtschaftlichste Lösung. Darüber hinaus gewähren sowohl der Bund als auch einzelne Bundesländer Zuschüsse für die Speicherinstallation. Insgesamt gibt in Deutschland derzeit sieben Förderprogramme, die wir hier in einer Übersicht zusammengestellt haben.

Bundesweit: Speicherförderprogramm 275 der KfW

Gefördert werden stationäre Batteriespeicher in Verbindung mit Photovoltaikanlagen, auch zur Nachrüstung. Die Förderung kann von Privatpersonen, Unternehmen oder gemeinnützigen Organisationen in Anspruch genommen werden. Sie besteht aus zwei Teilen: einem zinsgüstigen KfW-Kredit und einem einmaligen Tilgungszuschuss des Bundeswirtschaftsministeriums.

Eine erste Einschätzung über die Fördersumme liefert unser IBC SOLAR Speicherförderrechner

Weitere Informationen bei der KfW

Baden-Württemberg: Förderprogramm Netzdienliche Photovoltaikspeicher

Gefördert wird die Investition von Privatleuten und Unternehmen in einen stationären, netzdienlichen elektrischen Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden, an das Verteilnetz angeschlossenen PV-Anlage. Das Verhältnis von Nennleistung der PV-Anlage zur nutzbaren Speicherkapazität muss mind. 1,2 kWp je 1 kWh betragen. Der Zuschuss beträgt maximal 30 Prozent der Investitionskosten und ist bei 60.000 Euro gedeckelt.

Weitere Informationen bei der L-Bank

Bayern: 10.000-Häuser-Programm (EnergieBonusBayern)

Die bayerische Landesregierung hat die Bedeutung von Photovoltaik in Kombination mit Speichern erkannt. Im 10.000-Häuser-Programm wird seit 2015 die Installation von Photovoltaikanlagen mit Speichersystemen in Privathaushalten mit bis zu 8.000 Euro unterstützt. Die Förderung kann von Bauherren von Ein- und Zweifamilienhäusern genutzt werden.

Weitere Informationen bei EnergieBonusBayern

Brandenburg: 1000-Speicher-Programm

Ziel des Programms ist es durch den Einsatz von Stromspeichern den Eigenverbrauch von Solarstrom in privaten Eigenheimen zu erhöhen und gleichzeitig das Stromnetz zu entlasten. Gefördert werden Investitionen für Stromspeichersysteme. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, max. 7.000,- EUR. Derzeit können allerdings keine neuen Anträge gestellt werden.

Weitere Informationen bei der ILB

Nordrhein-Westfalen: Markteinführung elektrische Batteriespeicher

Gefördert werden stationäre Batteriespeichersysteme in Verbindung mit einer neu errichteten Photovoltaikanlage. Die Leistungsabgabe der Photovoltaikanlage am Netzanschlusspunkt darf max. 50 % ihrer installierten Leistung betragen. Der Zuschuss beträgt maximal 75.000 Euro. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinden. Die Anträge müssen bis zum 20. November des Kalenderjahres gestellt werden.

Mehr Informationen bei Bezirksregierung Arnsberg

Sachsen: Förderprogramm Speicherung von Energie und Elektromobilität

Gefördert wird die Errichtung dezentraler Stromspeicher, auch Quartierspeicher und Nachrüstungen, die mit Strom aus Photovoltaikanlagen betrieben werden auch in Verbindung mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (Ladestation). Eine Ladestation kann mehrere Ladepunkte aufweisen. Stromspeicher und Ladestationen werden dabei separat gefördert, mit bis zu 40.000 Euro für Speicher und bis zu 1.500 Euro pro Ladepunkt. Modellvorhaben erhalten bis zu 50.000 Euro. Die Förderung kann von allen natürlichen und juristischen Personen des öffentlichen und privaten Rechts genutzt werden.

Mehr Informationen bei der SAB

Thüringen: Förderung des Eigenstromverbrauchs – Solar Invest

Ziel der Förderung ist es, den Eigenverbrauch von Strom aus Photovoltaik zu erhöhen. Insbesondere sollen Bürgergenossenschaften, Vereine und kommunale Initiativen unterstützt werden. Gefördert werden unter anderem Neuinvestitionen in Photovoltaikanlagen, die der Direktversorgung in unmittelbarer räumlicher Nähe dienen. Für Komplettanlagen beträgt der Zuschuss max. 25 % der förderfähigen Kosten, für Bürgerenergiegenossenschaften bis zu 40 %. Ebenfalls gefördert werden Energiespeicher, die zu mindestens 60 % dem Eigenverbrauch dienen. Hier beträgt der Zuschuss 25 % bis zu 40 %.

Mehr bei der Thüringer Aufbaubank

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