Clever kaufen: 6 Tipps für zukunftssichere Modulbeschaffung

Mit dem Ende des Mindestimportpreises (MIP) für chinesische Solarmodule und unter Einwirkung der aktuellen Handelskonflikte gerät der deutsche Modulmarkt einmal mehr in Bewegung. Für Installateure heißt das: Auf der einen Seite locken günstige Preise, auf der anderen Seite müssen sie besonders bei Herkunft und Garantien nun besonders genau hinschauen. Wir haben für Solar-Installateure 6 Tipps für die zukunftssichere Modulbeschaffung zusammengestellt.

1. Nur zertifizierte und zugelassene Ware kaufen

Dass Solarmodule nach der IEC 61215, IEC 61730Norm zertifiziert sind und das CE-Prüfzeichen tragen, ist eine Minimalanforderung. Wichtig ist auch die Registrierung bei der Stiftung EAR und zugehörige WEEE-Nummer. Diese garantiert, dass die Module in Deutschland in den Markt gebracht werden dürfen und der Inverkehrbringer, in der Regel der Hersteller, seinen Beitrag zur ordnungsgemäßen Entsorgung von alten oder defekten Modulen leistet. Ist keine WEEE-Nr. vorhanden, muss der Installateur die Module selbst bei der Stiftung EAR registrieren lassen und trägt alle laufenden Kosten und Folgekosten für die Inverkehrsbringung und das Recycling von Modulen.

Über die Standardnormen hinaus  spricht es für den Hersteller, wenn er zusätzliche ISO-Zertifizierungen nachweisen kann – beispielsweise für Qualitätsmanagement,  Arbeits- oder Umweltschutz. Alle diese Angaben müssen auf den für den deutschen Markt angepassten Datenblättern der Module vermerkt sein, die frei zugänglich zur Verfügung stehen sollten.

Das IBC SOLAR Versprechen: Geprüfte Qualität und unabhängige Zertifizierungen – für unsere IBC SOLAR Line Module, unser Unternehmen und unsere Produktionspartner.

2. Auf dauerhaft geprüfte Modulqualität achten

Auf den Datenblättern sollten alle relevanten Modulmerkmale vermerkt sein. Doch Papier ist geduldig. Da sich die Zertifizierung auf den Zeitpunkt der Erstzulassung bezieht, können später produzierte Chargen durchaus veränderte Qualitätsmerkmale aufweisen. Die Hersteller und Großhändler von Qualitätsmodulen testen ihre Produkte deshalb regelmäßig nach. Das kann zum einen durch Wareneingangskontrollen geschehen, zum anderen durch regelmäßige Audits bei den Produktionspartnern. Im Idealfall werden zudem regelmäßig Tests unter festgesetzten Standardbedingungen in zertifizierten Laboren (bspw. Fraunhofer ISE) oder in eigenen Qualitätslaboren durchgeführt.

 Das IBC SOLAR Versprechen: Die Produktion auf modernsten Fertigungslinien, praxisnahe Produkttests und umfassende Kontrollen im Wareneingang und in der Produktion sorgen für maximale Zuverlässigkeit.

3. Nur A-Ware kaufen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ob bei Produkten großer oder kleiner Hersteller – Wareneingangskontrollen mit festgesetzten Quoten sollten beim Großhändler zur Standardprozedur zählen.  Nur so kann eine dauerhaft hohe und gleichbleibende Qualität der Module sichergestellt werden, die an die Kunden ausgeliefert werden. Im Hinblick auf die Langlebigkeit von PV-Systemen, die immerhin 20 Jahre und länger prognostizierte Erträge liefern sollen, sollte die Wirtschaftlichkeit ebenfalls für einen so langen Zeitraum betrachtet werden. Wer nur auf die Momentaufnahme „günstigster Preis beim Einkauf“ fokussiert, plant nicht nachhaltig.

Das IBC SOLAR Versprechen: Standardisierte Wareneingangskontrollen im eigenen Qualitätslabor und regelmäßige Vor-Ort-Audits bei unseren Produktionspartnern.

4. Nicht in die Insolvenz-Falle tappen

Wer sich durch niedrige Preise dazu verführen lässt, bei unbekannten Herstellern oder Online-Händlern zu kaufen, trägt jedes Risiko allein und wird am Ende immer draufzahlen – trotz vollmundiger Garantieversprechen. Denn Qualitätsware, Service und Hilfe im Schadensfall kann nicht erwarten, wer Ware kauft, ohne ihre Herkunft zu kennen. Preisbewusste Modulbeschaffung ist auch bei den großen und bekannten Händlern möglich. Hier haben Sie außerdem eine höhere Sicherheit, dass der Geschäftspartner auch in einigen Jahren oder Jahrzehnten noch existiert. Nur dann können Kunden ihre Rechte im Falle einer Reklamation auch tatsächlich einfordern und bleiben nicht auf den Kosten sitzen.

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5. Reklamationen auch durchsetzen

Selbst die beste Qualität schützt manchmal nicht vor Schadensfällen. Schon bevor Sie Module kaufen, sollten Sie wissen, an wen Sie sich – auch viele Jahre später – im Schadensfall wenden können. Achten Sie deshalb darauf,  dass der Händler einen Firmensitz in Ihrem Markt hat und Sie sich bei Problemen an einen Ansprechpartner oder eine Hotline im Inland wenden können. Im Reklamationsfall bietet Ihnen der Händler einen deutschsprachigen After-Sales-Service und eine direkte Betreuung an.

Das IBC SOLAR Versprechen: Deutscher Garantiegeber mit eigenem After-Sales-Service, der immer für unsere Kunden erreichbar ist.

 6. Auf Systemqualität setzen

Nicht nur bei Modulen lohnt es sich, genau hinzuschauen. Über die Hälfte der Kosten für ein PV-Komplettsystem machen inzwischen die anderen Komponenten wie das Montagesystem aus. Im Hinblick auf den zukunftssicheren Einkauf sollten außerdem folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Schulungen und technische Unterstützung: Der Händler bzw. Hersteller unterstützt Sie durch Schulungsmöglichkeiten für die Systemkomponenten und bietet bei der Erstmontage eine Vor-Ort-Unterstützung an.
  • Qualitätstests: Umfassende Qualitätstests beziehen nicht nur die Module mit ein, sondern auch den Verbund von Modulen und Halterung sowie Kabel und weitere Komponenten. Dieser Aspekt gewinnt zunehmend an Bedeutung, denn das Gesamtsystem muss darauf ausgelegt sein, auch bei zunehmenden Extremwetterlagen Stabilität für 20 bis 25 Jahre bieten zu können.
  • Planungshilfen: Der Hersteller oder Händler bietet Planungshilfen- und Tools an, die bereits bei der Systemauslegung sowie bei der abschließenden Dokumentation eingesetzt werden können.

Das IBC SOLAR Versprechen: Wir bieten Solarstrom mit System – von geprüften Qualität aller Komponenten bis hin zur maßgeschneiderten Planung mit dem PV Manager.

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